Juno
Heute war, bis auf den zahnenden Joshi, ein ruhiger Tag. Abends haben Anita und ich Juno angeschaut. Der ein oder andere kennt diesen Film vielleicht, denn er war unter anderem für ein paar Oscars nominiert.
Der Film handelt von einer 16 jährigen die schwanger wird. Sie entscheidet sich gegen eine Abtreibung, möchte das Kind aber zur Adoption freigeben.
Nun, das klingt jetzt nicht nach einem schwungvollen lustigen Film, er ist es dann aber trotzdem. Viele Filmemacher hätten diesen Film, absolut Bedeutungsschwanger insziniert, mit einem ewigen Für und Wider bei einer Adoption oder Abtreibung. Dann auch noch die Tatsache, dass Teenager mit einander schlafen und dabei auch noch schwanger werden.
Doch dieser Film ist keine Hommage an die typische Gesellschaftskeule und sonstige Sozialkritik, sondern ein Wink mit dem Zaunpfahl zu Gelassenheit. Hinzukommt noch, das der Film gekonnt alles kitschige und typisch Hollywoodsche umschifft.
Die Hauptfigur ist natürlich etwas überzeichnet und in manchen Stellen zu cool. Doch das gibt sich mit der Zeit und der Film selbst wird glaubwürdiger. Alles was man eigentlich an einem Punkt erwartet trifft nicht ein und das ist wirklich gut so. Der Film ist rund und nicht schwerfällig, wie man es eigentlich erwarten würde bei solch einem heißen Thema (und das in den USA).
Letztendlich ist der Film natürlich eher was für Frauen und ich als Mann habe manches vermisst. Die Szene in der Juno das erste mal die vermeidlichen Adoptiveltern ihres Kindes trifft, fand ich zu stark überzeichnet, dafür gibt es in der Endnote abstriche, denn für mich hat es den Charakter von Juno einfach irgendwie zerstört.
Anschauen lohnt sich.
Note : +3
