Das hat dann doch nicht so geklappt, wie ich mir das vorgestellt habe: Jeden Tag einen Bericht einzugeben, um euch auf den laufenden zu halten. Naja, mittlerweile stehe ich kurz vor meinem dritten Einsatz bei der aktuellen Tour, ich versuche dennoch die letzten Wochen zu rekonstruieren.
In der ersten Woche hatten wir das unsägliche Vergnügen einen Feiertag zuhaben, den 3. Oktober. Und damit wir auch ja nicht zuviel arbeiten, war auch noch der 2. Oktober für uns frei. Ideal also um vom 2. bis zum 3. was dummes anzustellen. An einem Abend kamen wir mal auf das Thema “Kater” zu sprechen. Also, der Zustand, nicht das Tier. Meine Kollegin meinte, sie hätte noch nie einen gehabt und würde gerne mal wissen wie das ist. Das war bestimmt eher so im Scherz gemeint, aber drei Jungs hatten jetzt eine Aufgabe.
Unser Teamleiter war unterwegs den reparierten Audi Q7 abzuholen, bei dem die Tür ausgetauscht wurde und so hat man die zwei absoluten Alkoholnewbies beauftragt für den Abend einzukaufen. Auf dem Wunschzettel stand “Absolut Wodka”. So eine Flasche Wodka kostet knapp 13 Euro. Mir persönlich war das viel zu viel, denn wir sollten 3 Flaschen kaufen. Kurz gesagt, wir beide alleingelassen im Supermarkt kauften den guten alten Boris Jelzin Wodka für 4,99 Euro die Flasche. Ich war davon überzeugt, dass man davon auch besoffen wird.
Am Abend kam unsere Wahl der Getränke nicht sonderlich gut an. Wüste beschimpfungen und Flüche mussten wir über uns ergehen lassen. Angeblich würde es nach dem Konsum von Boris einem noch schlechter gehen, als wenn man den guten Absolut trinkt. Ich verstehe heute noch nicht, was da der Unterschied sein soll. Aber naja, so geht es manchen beim Notebookkauf auch und ich fass mir an den Kopf wenn die Leute meinen sie hätten mit so nem 499,- Euro Acer ein Schnäppchen gemacht
Naja, der Abend begann harmlos, wir spielten Pantomime und Karten. Sogar den freundlichen Hotelmitarbeiter haben wir dazu eingeladen.
Jeder der mich kennt weiß, ich vertrage nicht viel Alkohol. Nun, das habe ich auch an diesem Abend eindrucksvoll unter Beweis gestellt, doch gerettet hat es mich nicht.
Allen ging es am nächsten Tag hundeelend, ich hatte da noch Glück mir ging es noch wärend dem Gelage hundeelend. Ich fühlte mich in meine Abizeit versetzt, das war letzte Mal, dass ich mich an so einen Abend erinnern konnte.
Am Samstag gab ich noch mal alles als Moderator, nachdem ich auch eine Aussprache mit meinem Teamleiter hatte und wir genau festlegten, was denn so erwartet wird, bzw. ich machen sollte. Das war wirklich sehr gut und brachte mich enorm weiter. Mein Teamleiter musste lernen, mir reicht es eben nicht nur, einfach aussreichend zu sein. Ich bin gerne einer der Besten, indem was ich tue (Hohoho) und versuche mich eben diesbezüglich zu bessern, wenn ich das Gefühl habe es läuft nicht rund. Ab und an brauche ich eben einen Anstoss.
So verging dann auch meine erste Roadshow Woche. Abgereist sind wir von Ludwigshafen und irgendwann abends um 18:00 Uhr war ich wieder in Bonn.
Erst als ich wieder auf meinem heimischen Sofa war, merkte ich wie anstrengend die Woche doch war. Auch am Montag war ich noch total fertig. Das Ganze ist zwar körperlich nicht anstrengend, aber man ist schon ständig angespannt. Auspacken, einpacken, neues Hotel, hab ich nix vergessen, wo muss ich wann sein. Ständig irgendwie unter strom. Ich war echt froh, dass ich eine Woche Pause hatte bis zur nächsten Tour. In der freien Woche habe ich nicht viel gemacht, außer soviel Zeit wie ging mit Joshi verbracht und auf dem Sofa rumgegammelt.