Taken / 96 hours

19. Dezember 2008 um 02:50 Uhr

So, der eigentliche Grund, warum ich den Blog wiederbelebt habe.

Als ich mit Jojo im Kino war, lief ein Trailer zum Film “96 hours”. Der Trailer war schon so cool, dass ich dachte, den Film muss ich sehen und ich wußte auf enlisch wird der noch cooler sein.

Dann fand ich heraus, dass der Film schon seit Februar draußen ist, nur bei uns so spät anläuft. DVD also schon lange erhältlich.

Jetzt habe ich den Film gekuckt und er hat mich umgehauen. Dabei hat der Film gar nicht mal so viel an sich, was mich sonst beeindruckt.

Die Story ist super einfach, viele Charaktere gibt es kaum, der Film lebt nur von Liam Neeson. Großartige Actionsequenzen gibt es auch nicht unbedingt und an den Soundtrack kann ich mich schon gar nicht mehr erinnern.

Was mich aber immer beeindruckt ist es, wenn ein Film kompromislos ist, wenn er von der Hollywoodnorm abweicht. Und das tut dieser Film wie ich finde. Das mag daran liegen, das es eigentlich ein französischer Film ist. Die Handlung spielt auch die meiste Zeit in Paris.

Kurze Inhaltsangabe:
Eltern geschieden, Frau und Tocher wohnen bei nem reichen Typen, der Mann/Vater alleine und ist eine Art EX-Agent. Tochter fliegt mit einer Freundin nach Paris und wird von Menschenhändlern entführt. So ein Glück, das dies gerade dann passiert, als die Tochter mit dem Vater telefoniert.

Jetzt kommt für mich das Coolste überhaupt. Die Szene als der Vater am Telefon mit dem unbekannten Entführer spricht. Die Art und Weise und coolness mit der Liam Neeson seine “Drohung” ausspricht hat mich ganz stark an Clint Eastwoods beste Zeiten erinnert. War ja klar, dass ich da dahin schmelze. (Die Szene musste ich dann auch direkt zwei Mal anschauen…)

Wie ja schon erwähnt ist die Story einfach und natürlich auch vorhersehbar, meistens zumindest. Der Vater jagt ab sofort die Verbrecher, aber das in einer solchen schonungslosen Art und Weise, dass ich wirklich gestaunt habe. Kein langes blabla, kein good Guy, kein erbarmen. Stellenweise erinnerte der Film gar an Rambo, zumindest was den Bodycount angeht. Ich war echt überrascht.

Nicht unbedingt was für schwache Nerven, aber echte Männer werden glaube ich ihre Freude haben. Ich war wahrscheinlich auch deshalb so angetan, weil ich nicht wirklich was erwartet hatte. Mit ein wenig Abstand, sehe ich den Film bestimmt auch anders. Aber was soll’s? Jetzt bekommt der Film von mir erst mal eine

Note: 1-

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Wall-E

28. September 2008 um 23:07 Uhr

Da wir heute nicht viel zu tun hatte und direkt neben dem Hotel ein Kino ist, sind wir in die 20 Uhr Vorstellung von Wall-E. Da waren wir mal ganz taffe Jungs und ein Mädel.
Ich liebe ja jeden PIXAR Film. Ich kann es gar nicht mehr abwarten bis ToyStory 3 kommt. Und Wall-E behandelt ein Thema, das ich als Junge auch geliebt habe, denn der Film erinnert stark an „Nummer 5 lebt!“
Bei Wall-E geht es um sozusagen den letzen verbleibenden Roboter auf der Erde. Die Menscheit hat den Planeten verlassen, weil sie alles verschmutzt haben. Doch sie haben Roboter hinterlassen, welche die Erde aufräumen sollen. Bei getaner Arbeit werden sie irgendwann zurückkehren und die Erde von neuem besiedeln. Um den Stand der Dinge zu kontrollieren werden sogenannte Erkundungsroboter auf die Erde geschickt um nach neuem Leben zu suchen. Nun, und auf genau solch einen Roboter (bzw. Roboterfrau) trifft Wall-E und ist natürlich nach 700 Jahren Einsamkeit sofort verliebt.
Die Story hört hier nicht auf, sondern geht noch weiter, will jetzt aber nicht zu viel verraten.
Aus meiner Sicht ist Wall-E mindestens auf Augenhöhe mit Rattatoulie. Auf jedenfall besser als Cars. Der Film kommt mit sehr wenig Dialog aus, viles sind einfach Slapstickeinlagen. Der Soundtrack des Filmes ist super, kann mich nicht erinnern, dass man bei anderen PIXAR Filmen sich solche Mühe bei den Soundeffeckten oder der Musik gemacht hat. Die Atmosphäre die da erzeugt wird ist bombastisch. Und Wall-E muss man einfach lieben, es geht nicht anders. Der Film ist ein JA zum Leben. Es geht letztendlich darum, dass das Leben vielleicht nicht immer angenehm ist, aber dass es sich lohnt. Ein Satz der fällt ist „Ich will nicht nur überleben, ich will LEBEN!“ Leben bedeutet Arbeit, Leben bedeutet manchmal Kampf und Anstrengung. Diese Grundmessage hat mich beeindruckt. Natürlich ist der Film vorhersehbar am Ende, alles passiert so wie man es erwartet, aber trotzdem fiebert man mit und ist gefesselt. Langweilig wird der Film nie und große Längen konnte ich nicht ausmachen. Es gibt viele kleine Lacher und romantische Momente. Absolut ein Film für jung und alt, Mann und Frau.
Ich würde gerne, aber eine glatte 1 kann ich ihm nicht geben, denn die hebe ich mir für den Film auf, der mich stauend aus dem (Heim)Kino entlässt. Das hat mir hier dann doch gefehlt. Nichts desto trotz absolut Sehenswert und das Highlight 2008. Ich finde sogar, einen Tick imposanter als „The Dark Knight“, aber das kann man ja nicht so direkt vergleichen.
Note: 1-

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Juno

23. September 2008 um 23:29 Uhr

Heute war, bis auf den zahnenden Joshi, ein ruhiger Tag. Abends haben Anita und ich Juno angeschaut. Der ein oder andere kennt diesen Film vielleicht, denn er war unter anderem für ein paar Oscars nominiert.

Der Film handelt von einer 16 jährigen die schwanger wird. Sie entscheidet sich gegen eine Abtreibung, möchte das Kind aber zur Adoption freigeben.

Nun, das klingt jetzt nicht nach einem schwungvollen lustigen Film, er ist es dann aber trotzdem. Viele Filmemacher hätten diesen Film, absolut Bedeutungsschwanger insziniert, mit einem ewigen Für und Wider bei einer Adoption oder Abtreibung. Dann auch noch die Tatsache, dass Teenager mit einander schlafen und dabei auch noch schwanger werden.

Doch dieser Film ist keine Hommage an die typische Gesellschaftskeule und sonstige Sozialkritik, sondern ein Wink mit dem Zaunpfahl zu Gelassenheit. Hinzukommt noch, das der Film gekonnt alles kitschige und typisch Hollywoodsche umschifft.

Die Hauptfigur ist natürlich etwas überzeichnet und in manchen Stellen zu cool. Doch das gibt sich mit der Zeit und der Film selbst wird glaubwürdiger. Alles was man eigentlich an einem Punkt erwartet trifft nicht ein und das ist wirklich gut so. Der Film ist rund und nicht schwerfällig, wie man es eigentlich erwarten würde bei solch einem heißen Thema (und das in den USA).

Letztendlich ist der Film natürlich eher was für Frauen und ich als Mann habe manches vermisst. Die Szene in der Juno das erste mal die vermeidlichen Adoptiveltern ihres Kindes trifft, fand ich zu stark überzeichnet, dafür gibt es in der Endnote abstriche, denn für mich hat es den Charakter von Juno einfach irgendwie zerstört.

Anschauen lohnt sich.

Note : +3

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